Balvenie

Balvenie

Freitag, 16. Dezember 2011

Siobhan Dowd/Patrick Ness - Sieben Minuten nach Mitternacht




Dieses Buch trägt schon in seiner Entstehung eine Tragik in sich. Siobhan Dowd, die erst im Alter von 46 Jahren ihren Debütroman „Ein reiner Schrei“ veröffentlichte, erlebte nur noch die Publikation ihres zweiten Werkes. Ein Buch, welches nach ihrer Idee entstand, sie es aber nicht mehr selbst schreiben konnte. Sie erlag mit 47 Jahren ihrem Krebsleiden. Patrick Ness, der auch als Literaturkritiker in London für die Tageszeitung „The Guardian“ tätig ist, schrieb „Sieben Minuten nach Mitternacht“, in dem er sich an dem vorgegebenen Gedankengerüst von Siobhan Dowd entlang hangelte. Das Ergebnis ist ein brillanter, äußerst atmosphärischer, nachdenklich stimmender Jugendroman.


Im Mittelpunkt steht Conor, ein 11-jähriger Junge, dessen Mutter an Krebs erkrankt ist und mit der er alleine lebt, da sein Vater inzwischen eine neue Familie gegründet hat und in den USA wohnt. Conor ist mit fortschreitender Dauer mehr und mehr auf sich selbst gestellt, da die Behandlungen seine Mutter schwer beeinträchtigen. Jede Nacht, um „Sieben Minuten nach Mitternacht“ erscheint das Monsters und tritt in das Leben von Conor ein. Der Junge steckt nicht voller Angst, nicht im Ansatz eingeschüchtert tritt er dem Monster entgegen, welches voller Weisheiten und brauchbaren Lebenseinstellungen steckt.

Dies ist kein Märchen, dies ist kein Fantasyroman, und somit sei verraten, dass das Monster nicht in der Lage ist, die Mutter von Conor auf wunderbarer Weise zu heilen. Aber es ist in der Lage, dem Jungen das Leben zu erklären und ihm klar zu machen, dass man die Herausforderungen annehmen muss. Um zu erfahren, wie das geht, muss Conor, ob er will oder nicht, mit dem Monster auf die Reise gehen…

Die wunderschönen Illustrationen stammen übrigens von Jim Kay. Sie sind eine Sammlung von Klecksen, Schlieren und Flecken, die mit Zeichnungen und Malereien zusammen gefügt sind.

Ohne Frage ein Jugendroman, der das Zeug dazu hat, Standardlektüre für diese Generation zu werden. Für Kinder nicht ganz so gut geeignet. Nicht, weil der Inhalt anstößig sein könnte, sondern weil sie die wesentlichen und treffenden Aussagen wohl noch nicht verstehen werden.

ISBN-10: 3570153746
ISBN-13: 979-3570153741
216 Seiten
erschienen am 29. August 2011
cbj

Freitag, 9. Dezember 2011

Jón Kalman Stefánsson - Der Schmerz der Engel

Jón Kalman Stefánsson nimmt uns mit auf eine Reise in Richtung des nördlichen Polarkreises. Island, die Insel im Nordatlantik, im Winter eisig kalt, mit rauen Naturgewalten, bergig und für einen Mitteleuropäer einsam. Menschen, die auf sich selbst gestellt sind, mit eigenen Spielregeln, an denen sich ihr Leben orientiert. Hart und grenzwertig.

Ein Junge, ein Waisenkind, und der Landbriefträger Jens begeben sich auf eine Postreise. Sie stemmen sich gegen die Naturgewalten, immer nah ab Abgrund und vor allen Dingen auf einem ganz schmalen Grat zwischen Leben und Tod. Island pur? Der Autor zeichnet für mich ein Bild eines zwar unwiderstehlichen, aber auch kaum zu bezwingenden Landes, welches durch die mehr oder weniger abschreckenden, aber faszinierenden  Beschreibungen Ehrfurcht einflößt, Respekt einfordert, aber auch auf der anderen Seite eine Menge an Sympathie und Liebenswürdigkeiten beim Leser hervorruft.


Dem werden insbesondere auch die Charaktere der Protagonisten gerecht. Der Junge, schon belesen und deswegen ein bisschen weiser als sein großer, lebenserfahrener Hüne. Der hingegen strotzt nur so vor Energie, kann hart und unversöhnlich mit sich selbst sein, und wirkt dennoch im späteren Verlauf der Geschichte auf den jungen Begleiter etwas angewiesen. Am Rande kann man erahnen, dass auch das Thema Freundschaft eine wichtige Rolle spielt. Mehr aber ist es die gegenseitige Verlässlichkeit, auf die es im Kampf gegen die Naturgewalten ankommt.

Dieses Buch ist zudem ein kleiner Gesellschaftsroman, wenn auch nur fast ausschließlich im ersten Teil des Buches. Der Einfluss der Kaufleute, die gesellschaftliche Stellung einer Arztfamilie, die Rolle der Frau in der isländischen hierarchischen Gesellschaftsstruktur und, man höre und staune, die Literatur selbst, sind interessante Aspekte, die dem Leser nahe gebracht werden. Das Ganze ginge natürlich noch viel intensiver und ausführlicher, so dass die beschriebene Reise und ihre Strapazen im zweiten Teil dieses Werkes und die damit verbundenen Inhaltsstoffe wahrlich bewusst, manchmal etwas ausufernd, von Stefánsson mehr in den Mittelpunkt gerückt wurden.

Das Buch liest sich nicht immer leicht. Dies stellt kein Problem dar, denn der Autor schafft es mit seiner intensiven, aber sanften Ausdruckskraft schnell, den Leser in den Geschehensablauf hinein zu ziehen. Fern ab von einem gewöhnlichen, aber unterhaltenden Actionroman wird man Zeuge eines Überlebenskampfes gegen die Gewalten der Natur, von zwei „Männern“, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Sehr lesenswert!


ISBN-10: 3492053904
ISBN-13: 978-3492053907
343 Seiten
erschienen im September 2011
Piper


Donnerstag, 17. November 2011

Oldenkott Konsul (Estate)

Eine alte Oldenkott "Konsul". Sie kam in einem sehr schlechten Zustand zu mir (war ein ebay-Schuss). Ich denke, dass ich sie wieder ganz gut hinbekommen habe. 9 mm Filter, Steckermundstück.




Mittwoch, 16. November 2011

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Martin Suter - Allmen und der rosa Diamant

Der 1948 in Zürich geborene Schriftsteller Martin Suter hat mit Johann Friedrich von Allmen einen neuen Serien-Protagonisten geschaffen. Ein Detektiv, der mit dem charmanten und witzigen, sehr sympathischen Partner Carlos in das ganz große Geschäft einsteigen will. Das bedeutet „Fälle klären“, und um an die ganz großen Fische, sprich Aufträge, heran zu kommen, muss sich eine Detektei mit dem "international" vielversprechenden Namen „Allmen International“ irgendwie etablieren. Das Problem dabei: „Wer mit den Großen pinkeln möchte, sollte auch das Bein hoch genug bekommen“. Genau das schafft das Duo nämlich noch nicht. Zwar ist Carlos betucht, doch leidet die Company unter dem chronischen Geldmangel von Allmen, bedingt durch eine Lebensweise auf all zu großem Fuß, der er in allen Belangen nicht gerecht wird.


Das könnte sich ändern, als Allmen einen neuen Auftraggeber in einem Büro in London trifft. Es geht um einen wertvollen, rosafarbenen Diamanten. Sieht im Grunde genommen recht easy aus, werden verdächtige Personen doch gleich mit geliefert. Die Aufgabe scheint sich also einzig und allein auf das Finden des der Tat verdächtigen Diebes zu beschränken. Über die beschauliche Schweiz findet der bescheidene Plot, über den noch zu reden ist, seinen weiteren Weg in eine Nobel-Herberge an der Ostseeküste. Ganz nebenbei verlebt Allmen hier satte 14.000 Euro innerhalb weniger Tage. Nicht schlecht für jemanden, der an sich noch nichts auf der Habenseite verbuchen kann.

Ziemlich flott wird dem Leser deutlich, dass der etwaige Plot nicht besonders umfangreich gestrickt ist. Ein relativ stümperhafter Anfängerdetektiv, zwar belesen, aber ansonsten nicht clever, der sich die wichtigsten Tipps bei seinem Assistenten Carlos per Telefon abholt, ein gar nicht mal so unsympathischer Verdächtiger und, wie auch in zahlreichen Filmen zu sehen, gibt es parallel suchende, mehr oder weniger kriminelle Mitbuhler, die sich dem rosa Diamanten annehmen wollen. Da die Story von ihrem Umfang her schmal gehalten ist, drängt sich ohnehin sehr schnell die Frage auf, um was es sich denn nun bei dem gesuchten, wertvollen Stück exakt handelt. Mehr braucht an dieser Stelle nicht verraten zu werden, der Leser erfährt es zügig.

Eines muss man Martin Suter allerdings wirklich lassen: Gekonnt und routiniert, flüssig lesbar, wird der Leser unterhalten. Und das von Beginn bis zum Ende. Man rätselt nicht mit, folgt aber der Handlung stets interessiert und wachsam. Dies ist der zweite Teil der neuen Suter „Allmen-Serie“ und für einen unterhaltsamen Lesegenuss kann man sich getrost schon auf Teil drei freuen. Einzig: Für diesen wirklich schmalen Schmöker erscheint mir der veranschlagte Buchpreis unangemessen hoch. Ansonsten gute Wertung, weil einem die Figuren ans Herz wachsen können!


ISBN-10: 3257067992
ISBN-13: 978-3257067996
221 Seiten
erschienen am 28. Juni 2011
Diogenes Verlag

Freitag, 16. September 2011

Mentor Dr. Burow verstorben!

Einer meiner ersten Gönner und Unterstützer in Sachen Musik war Dr. Heinz Wilfried Burow. Er war in den 80er-Jahren Musiklehrer am Gymnasium Scharnebeck (heute Bernhard-Riemann-Gymnasium), welches ich besuchte. Bei ihm habe ich meine ersten Studioaufnahmen gemacht. Er war zudem Komponist und in der professionellen Szene unter dem Pseudonym Paul Leslie unterwegs. U.a. spielte er auch bei der SANTANA-Coverband "HOMBRES".

Nach langer Krankheit ist Dr. Burow am 06.09.2011 gestorben, er wurde nur 62 Jahre alt. Zuletzt lebte er in Adendorf bei Lüneburg.

Das macht mich sehr betroffen, da ich mir immer mal wieder vorgenommen hatte, ihn zu besuchen. Wir hatten vor ein paar Jahren nochmal Mailkontakt. Ich nehme aber an, dass dieser wegen seiner Krankheit nicht mehr fortgeführt werden konnte.

Mittwoch, 7. September 2011

Neuer Pfeifenschrank!

Was mich nervt, ist folgendes:

In diesen typischen Holzpfeifenständern stauben die Pfeifen gnadenlos zu. Gerade, wenn man mehrere Pfeifen besitzt und die eine oder andere Pfeife nicht so oft zum Einsatz kommt. Dazu sind diese Pfeifenständer in meinen Augen vollkommen überteuert und  sie sind auch nicht gerade besonders schön. Okay, das ist alles Geschmackssache!

Vor ein paar Wochen zeigte dann der Chris auf Youtube ein Video, in dem er die Art der Unterbringung seiner Pfeifen zeigte. Ich war da anfangs nicht so von begeistert. Klar, die Pfeifen in Schubladen unterzubringen ist eine geniale Sache, aber wer mag so einen Metallsschrank?

An dieser Stelle hatte ich ursprünglich das Video von Chris eingestellt. Leider hat Chris seinen YT-Kanal geschlossen, so dass dieses Video nicht mehr zur Verfügung steht.

Dann habe ich mir dieses Video noch einige Mal in Ruhe angeschaut. Und als ich im Netz recherchierte, da stellte ich fest, dass es die Schränke von Bisley in verschiedenen Farben und Ausführungen gibt (Schubladehöhe, -größe etc.). Und irgendwie passen moderne Stile auch mit älteren in einem Raum zusammen. Also habe ich mir so einen Schrank bestellt! Und ich bin begeistert, sensationell.... Nix mehr Staub, und da  der Schrank auf Rollen steht, befindet er sich fortan immer genau da, wo ich ihn haben möchte. Das alles zu einem sensationellen Preis!


Freitag, 2. September 2011

Peter Lehmann Lesepfeifen

Den sächsischen Pfeifenmacher Peter Lehmann werde ich bald noch ausführlich vorstellen, sowohl bei Youtube, als auch hier im Blog. Demnächst zieht bei mir Pfeifennachwuchs in Form einer Lesepfeife ein. Aus der "Serie" der "Sächsischen Könige", die Ringe aus Knochen mit einer Bernsteinspitze. Ich kann noch nichts Genaues zu sagen, da ich die Pfeife noch nicht in meinen Händen halte.


Das Wort "Serie" habe ich in Anführungszeichen gesetzt, da es  sich, wie bei Peter Lehmann immer, um Einzelstücke in Handarbeit handelt.

Peter Lehmann stellt zukünftig seine neuen Werke auf einer eigens dafür eingerichteten Seite vor. Bei Interesse ist er jederzeit zu kontaktieren.

Alles weitere zu den von Peter Lehmann erhältlichen Lesepfeifen erfährt man in diesem Video:

Freitag, 22. Juli 2011

Massimo Carlotto - Banditenliebe

Massimo Carlotto ist dazu prädestiniert, Einblicke in den italienischen Untergrund zu gewähren, stand er doch selbst im Mittelpunkt eines außergewöhnlichen Gerichtsfalles, in dessen Verlauf er sich fünf Jahre auf der Flucht und anschließend sechs Jahre in Haft befand. Seit 1996 schreibt Massimo Carlotto Romane und hat in seinen Büchern den Privatdetektiv Marco Buratti, alias Alligator, ohne Lizenz für seine Tätigkeit, ein Bluesfan und dem Calvados frönend, ins Leben gerufen. Buratti, selbst mit Knasterfahrung, ist alleine nicht besonders professionell (beschattet er doch vorrangig fremdgehende Ehefrauen), jedoch kommt, zusammen mit seinen beiden Freunden Max la Memoria und Beniamino Rossini, ein gehöriges Maß an Wissen über die Verbrechenswirklichkeit in Italien zusammen. 


Aus dem Rechtsmedizinischen Institut der Universität in Padua werden 30 Kilo Heroin, 10 Kilogramm Kokain, dazu Amphetamine, Tabletten und Anabolika entwendet, das Ganze ohne jegliche Aufbruchspuren. Zwei Jahre später wird Rossinis Freundin Sylvie entführt, in ihrem Fahrzeug findet man einen goldenen Ring, als ein Zeichen der Gangsterhöflichkeit. Genau hier findet der Leser den Einstieg in „Banditendiebe“, denn wir erfahren, wie es dazu kam, dass Buratti und seine Freunde dazu gedrängt wurden, die Drogenbeute ausfindig zu machen und was hinter der Entführung von Sylvie steckt. Erstaunlich schnell legt die Polizei den Fall zu den Akten, doch die drei Protagonisten treiben sich in der Szene rum, treffen Spitzel, um an Informationen zu gelangen und bestechen im weiteren Verlauf sogar angesehene Rechtsanwälte, um so Licht ins Dunkel zu bringen. Dabei ergibt sich ein dichtes Geflecht an Zusammenhängen, dessen Weg bis in die Spitze der kosovarischen Mafia führt, die inzwischen, in Konkurrenz zu den ortsansässigen „Familien“, den Untergrund mitbestimmt. 

So weit, so gut. Man könnte meinen, ein typischer Mafiakrimi, recht ordentlich ausgedacht und spannend niedergeschrieben. Das ist es auch, aber Massimo Carlotto bietet uns wesentlich mehr, was diesen Roman sehr lesenswert macht. Zum einen wird deutlich, dass sich durch ein geöffnetes Europa die Strukturen der Mafia grenzüberschreitend ausbreiten. Insbesondere der Nordosten von Italien gerät ins Visier des Autors, zahlen gerade dort die ansässigen Konzerne wenig bis gar keine Steuern, befinden sich in dieser Region viele Callcenter, in denen Frauen zu Dumpinglöhnen arbeiten, so das ehrlich schaffende Bürgerinnen und Bürger an den Rand der Gesellschaft gedrückt werden. Polizisten lassen sich schmieren, man findet eine Vielzahl an Informanten und Restaurantbesitzer zahlen Schutzgeld, um unbehelligt von Mafia und der Polizei ihr Geschäft betreiben zu können. Es bilden sich zunehmend private Patrouillen, um die ständig steigende Kriminalität wenigsten ein bisschen zu senken. Dies alles klagt Carlotto, wohl zu Recht, in diesem Roman an. Noch dazu geht es, neben der äußerst unterhaltsamen Story, auch um die Beziehungen zwischen Männer und Frauen, die Banditenliebe. Beziehungen, die das Handeln bestimmen!

Dieser kurzweilige Krimi trifft es so ziemlich mit jeder Seite auf den Punkt. Trotz der lediglich 187 Seiten sollte man dem Geschehen jedoch ausreichende Aufmerksamkeit schenken, denn gerade durch die vielen teilnehmenden Personen kann man unter Umständen den roten Faden verlieren. Man achte besonders auf die Überschriften der jeweiligen Kapitel, um die Zeitsprünge zu verinnerlichen. Wenn das gelingt, dann erwartet den interessierten Bücherfreund mit „Banditenliebe“ ein überzeugender, lebendiger und unterhaltsamer Krimi aus dem kriminellen, italienischen Milieu, ganz ohne ermittelnde Polizisten, dafür aber mit drei Freunden, die uns, obwohl nicht immer sauber, ans Herzen wachsen und mit einem Ende, welches eine Fortsetzung geradezu herauf beschwört! 


ISBN-10: 3608502092
ISBN-13: 978-3608502091
187 Seiten
erschienen am 22. Juli 2011
Tropen bei Klett-Cotta

Dienstag, 5. Juli 2011

Sebastian Fitzek - Der Augensammler

Wenn man fünf sehr erfolgreiche Psychothriller geschrieben hat und dadurch als einer der besten und anerkanntesten Autoren in diesem Metier in Deutschland gilt, dann kann man sich möglicherweise einen sachdienlichen, aber überheblich wirkenden Hinweis noch vor Beginn der Story erlauben. Das gilt selbstverständlich nur dann, wenn der anschließende Roman erneut die erwartete Klasse mit sich bringt, wobei es eigentlich normal ist, dass ein Werk in den Augen des Lesers über dem anderen Werk steht oder umgekehrt. Niemand schreibt immer auf gleichbleibendem Niveau und trifft immer alle Geschmäcker. Ein Serienkiller ermordet die Mutter, entführt die dazu gehörigen Kinder und gibt dem Vater anschließend exakt 45 Stunden und 7 Minuten Zeit, um diese zu finden. Für den Täter ist dies das älteste Spiel der Welt, Verstecken, allerdings nach seinen Regeln. Bisher wurden alle Kinder tot aufgefunden, ertränkt. Und es fehlte ihnen ein Auge. Hört sich grausam, spannend, aber nicht umwerfend originell an. Muss es ja auch nicht sein, wenn Spannung, Geschichte und Geschwindigkeit stimmen. 


Sebastian Fitzeks sechster Roman „Der Augensammler“ beginnt im gewohnt guten und atemberaubenden Stil. Der Protagonist erschießt in seiner Eigenschaft als Polizist und Verhandlungsführer seiner Behörde in Berlin eine Frau, die in ihrem Wahn ein Baby von einer Brücke werfen will. Daraus ergeben sich posttraumatische Erlebnisse, Alexander Zorbach (so sein Name) wird aus dem Dienst entfernt, verliert seine Familie und arbeitet nun als Reporter für Polizeiangelegenheiten bei  der ansässigen und renommierten Tagespresse. Logischerweise ist er dabei nach wie vor dicht am Geschehen und somit auch in die aktuellen Fälle involviert. Es dauert nicht lange, da wird er selbst zum Hauptverdächtigen, trifft auf eine blinde Physiotherapeutin (Alina Gregoriev), die hellseherische Fähigkeiten besitzt und in die Vergangenheit blicken kann, wodurch sich Hinweise zur Klärung des Falles ergeben.

Entschuldigung, das ist soweit an den Haaren herbei gezogen und vollkommen unrealistisch, dass man eigentlich bereits an dieser Stelle dazu geneigt ist, das Buch zu zuklappen und den Roman abzuhaken. Da nutzen gekonnt falsch gelegte Fährten und spannungsgeladene, kurze Kapitel kaum noch etwas. Die übertrieben vielen, kursiv geschriebenen Gedankengänge mögen für manchen Leser von Bedeutung sein, für mich sind sie weitestgehend überflüssig und auch nervig. Zudem fällt es mir schwer drüber hinweg zusehen, dass die Handlung im deutschen Berlin spielt, was ich eigentlich sehr gut finde, aber was haben da die klischeebehafteten Handlungen zu suchen, die man eigentlich nur in amerikanischen Wildwest-Thrillern vermuten würde? Eine schnelle Nummer zwischen sexuell ausgehungerten, obwohl das Ultimatum unmittelbar abzulaufen droht und ein übel folternder Kripobeamter, wie man ihn ansonsten in drittklassigen US-Krimis findet, sprechen nicht gerade für ein Meisterwerk der Unterhaltung, schon gar nicht für einen guten Psychothriller. Und letztlich finde ich diesen Fitzek auch sprachlich bei weitem nicht so geschliffen wie seine bisherigen Romane.
 
Vielleicht kann sich der Autor wegen seiner Idee, die Seitenzahlen und die Kapitel rückwärts zu zählen, in die Fortsetzung dieser Geschichte retten, vielleicht ist genau dies das Gimmick, wodurch Fans dieses Buch als Ausrutscher verzeihen und sich schon auf den neuen Roman von Sebastian Fitzek freuen. „Der Augensammler“ hat auf jeden Fall deutliche Schwächen und ist nicht mehr, als einer von vielen, nichts sagenden Thrillern, den ich so nicht erwartet hätte. Eine Enttäuschung!



ISBN-10: 3426503751
ISBN-13: 978-3426503751
439 Seiten
erschienen am 01. Juni 2011 als Taschenbuch im Knaur TB Verlag
erschienen am 01. Juni 2010 als gebundene Ausgabe im Droemer Verlag


Montag, 20. Juni 2011

Donnerstag, 16. Juni 2011

Kerstin Ekman - Tagebuch eines Mörders

Kerstin Ekman, ohne Frage eine der bedeutendsten schwedischen Autoren, entführt den Leser in das Stockholm zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eine Zeit, in der man mit der Konfirmation als erwachsen galt und in der die Psychiatrie noch „als moderne Modewissenschaft“ abgetan wurde. Wenn Frauen sich auf Stellen bewarben und somit dem männlichen Pendant diese streitig machten, so war „dies ein Ausdruck schlecht verwalteter Staatsfinanzen“. Die Tatsache, dass der schwedische Schriftsteller Hjalmar Söderberg für seinen Roman „Dr. Glas“ aus dem Jahr 1905 heftigste Kritiken hatte einstecken müssen, greift Kerstin Ekman hier als eine Art Einstieg und vor allen Dingen tatsächlichen Hintergrund auf (s. auch Kerstin Ekmans Nachbemerkung ab S. 240).


Pontus Revinge ist Arzt, ein mehr oder weniger schlechter Arzt, den sein Selbstbild trügt. Revinges niedergeschriebene Notizen sind das Tagebuch eines Mörders. Er trifft bei einem (erfundenen) Treffen mit dem Schriftsteller Hjalmar Söderberg diesem gegenüber die Aussage, dass eine Zyankali-Kapsel die Möglichkeit des perfekten, nicht aufklärbaren Mordes bietet. Und es gilt „Leben ist Handlung“. Und so tötet er selbst seinen Arbeitgeber mittels einer Zyankali-Kapsel, heiratet dessen Frau und Witwe und bekommt im weiteren Verlauf eine unüberwindbare, fast panische Angst vor einer Obduktion des Getöteten. Gepeinigt von dieser Angst ist Revinge fortan mit steigender Intensität und stetig zunehmenden Angst auf der Suche nach Moral und einer Antwort auf die Frage nach der Schuld für eigenes Handeln, denn er beging seine Tat mehr oder weniger „unabsichtlich“ und er ist sich nicht sicher, ob das, „was geschah, wert ist, Mord genannt zu werden“. Hinzu kommt, dass Pontus Revinge der festen Überzeugung ist, dass ihm Hjalmar Söderberg für seinen Tipp für dessen Roman  zu Dank verpflichtet ist. Es scheint absurd, wie seine spätere Erwartungshaltung ist. 
 
Dieses Buch ist AUCH ein Krimi und es bleibt bis zuletzt offen, ob dieser Fall geklärt wird oder nicht. Doch die Aufzeichnungen von Revinge sind mehr als das. Sie sind ein Psychogramm eines Menschen, der nach vielem strebt, kaum etwas auf dem für unser heutiges Verständnis gängigen Weg erreicht, der ein gestörtes Verhältnis zu erwachsenen Frauen hat, die Witwentochter jedoch liebt. „Eine Frau ist nichts anderes als eine blutende Wunde. Blutet diese nicht mehr, ist die Frau geschlechtslos“, so die brutale Sichtweise über Frauen und somit für den Leser in diesem Roman das Weltbild des Protagonisten von der weiblichen Zunft. Kerstin Ekman erleichtert es uns etwas, dies zu erkennen, da Revinge später mit der jungen, aber modernen Nachwuchsärztin Ida Tjenning konfrontiert wird, die ihm zwar auf die Schliche kommt, die Tat jedoch nicht beweisen kann.
 
Fazit: Die altmodische, jedoch nicht schwierige Sprache erfordert Aufmerksamkeit vom Leser. Und momentan habe ich das Gefühl, dass ich das Buch noch mindestens ein zweites Mal lesen muss und auch will, um noch mehr zu verstehen, was ausgedrückt und beschrieben werden sollte. Dieser Roman hat mich sehr beeindruckt. Dies ist ein großartiges Buch. Aber es ist für MICH auch ein literarisches Schwergewicht. Große und anspruchsvolle Literatur!


ISBN-10: 9783492054270
ISBN-13: 978-3492054270
erschienen im Februar 2011
256 Seiten
Piper Verlag


Sonntag, 12. Juni 2011

Antonia Michaelis - Der Märchenerzähler

 

Als Anna zum ersten Mal Abel Tannatek begegnet, da ist die Welt weitestgehend in Ordnung. Sie ist sich sicher, dass sie unmittelbar nach dem Abitur nach England möchte, um dort zu studieren. Doch zuerst muss das Abi bestanden werden. Anna kommt aus gutem Haus, ohne Sorgen und Geldnöte. In der Schule trifft sie auf Abel, einem Außenseiter, genannt der polnische Kurzwarenhändler, weil er offenbar Drogen vertickt, stets zu spät in den Unterricht kommt, die Musik von Leonard Cohen hört, eine schwarze Mütze und ein T-Shirt mit der Aufschrift der Bösen Onkelz trägt und in einem Plattenbau in Greifswald wohnt. Schnell stellt sich heraus, dass der Junge einen vollkommen eigenen Weg geht und sich trotzdem rührend um seine kleine Schwester Micha kümmert, weil die Mutter Michelle für längere Zeit verreist ist und der Vater nicht mehr zu Hause wohnt. Anna und Abel können unterschiedlicher kaum sein!

Abel erzählt seiner Schwester ein Märchen: Von der Klippenkönigin, die sich gerade noch vor dem Untergang ihrer Insel retten kann und sich fortan, in Begleitung ständig neuer Figuren auf einem Schiff auf der Flucht befindet, um das rettende Festland zu erreichen.


Anna und Abel kommen sich näher und es dauert nicht lange, dass Anna dem Märchenerzähler und seiner Geschichte beiwohnen darf. Und ebenso schnell wird klar, dass die Übergänge des Märchens und die der Wirklichkeit fließend sind. Nur so viel sei noch verraten: Es sterben Menschen und es ist für den Leser überhaupt nicht ersichtlich, wer denn nun der Täter ist. Motive gibt es genügend, und auch der Verdacht gegen einzelne Personen lässt den einen oder anderen Schluss zu.
 
Was sich hier entwickelt, ist spannend und herzergreifend zugleich. In einem wirklich mutig leichten Stil empfinde ich Antonia Michaelis‘ Erzählkunst auffordernd und einladend, möglichst zügig dieser großartigen Story beizuwohnen. Man merkt, dass die Autorin eigentlich noch „Eine von dieser Welt ist“. Nie den Haupthandlungszweig aus den Augen verlierend beschreibt sie die tatsächliche Welt unserer Schüler und Schülerinnen. Da werden Hakenkreuze auf Schilder vor der Grundschule gesprüht und gestohlene Fahrräder nach dem unbefugten Gebrauch irgendwo auf gehangen, dazu lungern Betrunkene auf einem Netto-Parkplatz herum. Sie vermittelt Einsichten „Wenn man sich ein Leben lang kennt, kann man einander auch im Dunkeln sehen“ sowie „arm bleibt arm und reich bleibt reich“. Und es steht die Frage im Raum „was interessiert das Sozialamt wirklich, wenn es um die Vergabe eines etwaigen Sorgerechts geht?“. Sie macht Hoffnung, dass es sich bei der heutigen Jugend nicht um die sog. „Generation Doof“ handelt, denn die gezeigten Charaktere diskutieren über den Einsatz der deutschen Soldaten in Afghanistan, über den kontrollierten Beschuss von Wild in unseren Wäldern und sehen die Massentierhaltung kritisch.

Dieses Buch ist anders, als man es wahrscheinlich gewohnt ist. Es gelingt der Autorin Märchen und Realität miteinander zu verweben. Und vergehen die ersten ca. 300 Seiten schon recht ansprechend, so nimmt die Geschichte auf den weiteren 150 Seiten nochmals richtig Fahrt auf, mit einem Ende, welches selbst einen hartgesottenen Leser in Sachen Emotionalität auf die Probe stellt. Ich möchte Antonia Michaelis noch nicht zu sehr hoch leben lassen, doch dieser Roman lässt mich vermuten, dass sehr großes Potenzial in der Autorin steckt. Ich warte den nächsten Roman ab. Sie hat mit „Der Märchenerzähler“ die Trauben ganz weit nach oben gehängt. Das ist ein großartiger Roman für Jugendliche und Erwachsene.


ISBN-10: 9783789142895
ISBN-13: 978-3789142895
erschienen im Februar 2011
446 Seiten
Oetinger Verlag

Donnerstag, 9. Juni 2011

Patrick Süßkind - Das Parfum

 

Wie sieht ein Kindsmord in Paris in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus? Jean Baptiste Grenouille kommt an einem Fischstand zur Welt, seine Mutter trennt die Nabelschnur und lässt den Säugling zwischen den Fischresten unterhalb des Tisches liegen. Das Kind trägt keinen Geruch an sich selbst, doch werden Düfte und Gerüche das weitere Leben bestimmen. Der ausgeprägte Geruchssinn des Protagonisten und das Streben zum größten und erfolgreichsten Parfumeur Frankreichs aufzusteigen, kostet Menschen das Leben und zeigt auf, wie ein Außenseiter in der Gesellschaft zu Ruhm und Ehre kommen kann, weil er mit seinem Schaffen andere bedient, die ausschließlich auf sich selbst bedacht und dazu bereit sind, zum eigenen Wohle über sog. Leichen zu gehen.

Der Autor lässt uns am Leben eines Außenseiters teilhaben, einem Menschen mit Fehlern, die sich aus den außergewöhnlichen Fähigkeiten des Geruchssinns ergeben. Ein von den Mitmenschen kaum feststellbarer Ehrgeiz und ein über das gewöhnliche Maß hinausgehendes Durchhaltevermögen treiben Grenouille an, seine Ziele zu erreichen. Wir tauchen ein in ein Paris, in dem Sklaverei von Menschen einer anderen Klasse als sozial adäquat galt und in dem sich der Status eines Menschen in der Gesellschaft aus allem ergibt, nur nicht aus eigener und ehrlicher Schaffenskraft. Sich mit fremden Federn zu schmücken ist nicht nur en vogue, sondern für viele die einzige Möglichkeit, sich Gehör und Anerkennung zu verschaffen.


Dieses Buch mag in weiten Teilen gesellschaftskritisch erscheinen, aber ich empfinde es nicht als Abrechnung mit der französischen Hauptstadt und den damals dort lebenden Menschen. Und noch weniger sehe ich „Das Parfum“ als einen historischen Roman. Die Gegebenheiten sind der notwendige Rahmen, um das kurze Leben von Grenouille auf beeindruckende Art und Weise darzustellen. Wie viele davon Fiktion sind? Keine Ahnung, aber hier werden auch Grenzen aufgezeigt, bei denen sich beim Überschreiten nachvollziehbar erklärt, warum jemand den Rückzug antritt, um sich in Einsamkeit und Abgeschiedenheit selbst zu reinigen. Das Parfum und der Geruchssinn, exemplarisch als Maske, hinter der sich eigentlich eine menschliche Tragödie abspielt, weil es anderweitig nicht möglich wäre, Anerkennung in der Gesellschaft zu finden.
 
Sprachlich kann ich diesen Roman nicht einordnen, es ist ein Spagat zwischen der Moderne des 20. Jahrhunderts (1985) und antiquarischen Sprachfetzen, insbesondere von Grenouille, aber auch von dem gemeinen Volk in Paris des 18. Jahrhunderts. Irgendwie erscheinen mir manche Begriffe mehr auf die Handlung zugeschnitten, als das die verwendete Sprache ein wirkliches Abbild dessen ist, wie man sich zur damaligen Zeit wirklich artikuliert hatte. 
Ich mache mir für gewöhnlich wenige Gedanken über Cover. Aber die Tatsache, dass sich auf der Vorderseite ein Ausschnitt aus dem Gemälde „Jupiter und Antiope“ von Antoine Watteau befindet, ist durchaus erwähnenswert, gilt die nackte Achsel der schlafenden Antiope doch als Sinnbild der duftenden Verführung (Quelle: wikipedia).

Fazit: Trüge jeder Krimi, denn immerhin beinhaltet dieser Roman den Zusatz „Die Geschichte eines Mörders“, so viele wichtige Aussagen in sich, dann wäre „Das Parfum“ von Patrick Süskind nichts Besonderes. So aber ist dieser Roman mehr als ein Krimi und Gesellschaftsroman. Es ist ein Stück Weltliteratur geworden!


ISBN-10: 9783257065404
ISBN-13: 978-3257065404
erstmals erschienen 1985
319 Seiten
Diogenes Verlag

Montag, 6. Juni 2011

Jussi Adler Olsen - Erbarmen

 
 

 ISBN: 978-3423212625
erschienen am 01. Februar 2011 (Taschenbuch)
erschienen am 01. Oktober 2009 (Broschiert)
420 Seiten
Deutscher Taschenbuch Verlag

Donnerstag, 2. Juni 2011

Frederick Forsyth - Der Afghane

Frederick Forsyth ist unstreitig ein Meister des Politthrillers. Und das schon seit vielen Jahren. Nach neuem Stoff muss er nie lange suchen, der Mann baut seine Romane stets um das aktuelle Geschehen auf. So auch im Jahr 2006, als Forsyths‘ „Der Afghane“ veröffentlicht wurde. Wenn man DEN PATRIOTISMUS schlechthin den Amerikanern unterstellt, dann verdeutlicht Forsyth dem Leser nur zu gerne, dass es neben den USA noch eine vermeintliche zweite Weltpolizei, nämlich Großbritannien, gibt. Der Autor ist ein Profi, wenn es um Geheimdienste und Unterhändler geht.


Gesicherte Hinweise deuten darauf hin, dass islamistische Terroristen einen Anschlag planen. Das Unternehmen heißt Al-Isra. Die CIA und der britische Geheimdienst arbeiten gemeinsam an der Aufklärung des Falles, um großen Schaden zu verhindern. Dazu ist es notwendig, Al-Qaida zu infiltrieren. Der Fallschirmjäger Steve Martin ist hierfür der richtige Mann, denn er verfügt über die notwendige Ausbildung, um als Doppelgänger eines Offiziers der Taliban und Guantanamo-Häftlings zu fungieren. 
 
Frederick Forsyth hat diesen Roman geschrieben, als Osama Bin Laden im afghanischen Gebirge noch gesucht wurde, wie die Nadel im Heuhaufen. Fast hat man den Eindruck, dass nur der Journalist und Publizist Peter Scholl-Latour dazu in der Lage wäre, uns mehr Detailwissen zum aufgezeigten Konflikt zu vermitteln. Denn in der ersten Hälfte dieses Werks wechseln die Geschehnisse atemberaubend und detailliert. Ein Labyrinth aus den verschiedensten Blickwinkeln, politisch brisant, hoch aktuell, ständig wechselnde Handlungsorte, ein grandioses Netzwerk, aus dem sich die Informationen zu einem Bild verbinden, die den Leser an die Hand nehmen, um bald Zeuge zu sein, wie das Gute über das Böse siegt. Das ist genau das, was man von Forsyth erwartet. Hohe Schule und einfach großartig. Immer wieder hat der Brite bewiesen, dass er genau DIESES Thema wie kaum ein anderer beherrscht.
 
Leider, sehr zu meiner Überraschung, verwandelt sich dieses Buch in der Folge zu einem rasant abgehandelten Drehbuch eines 0815-Actionthrillers. So sauber und detailliert alles vorbereitet ist, der Leser endlich alles genau überblicken kann, so dürftig, dünn und oberflächlich wird die Story zu Ende gebracht. Fast schon lieblos wird man mit kurzen und knappen Ausführungen zum Ende geführt. All das, was die erste Hälfte des Buches ausgemacht hat, wird nun zwar prägnant, doch kaum noch mit Tiefe aufrecht gehalten. Eine Lösung eines hoch komplexen Themas, eine gerade zu überwältigend ausgeklügelte Mission wird ausschließlich mit Klischee behaftetem Patriotismus im Schnelldurchgang abgehandelt. Zwar erfolgreich, doch in diesem Fall enttäuschend und nicht so, wie man es von einem Frederick Forsyth erwarten kann und muss. „Der Afghane“ ist höchstens Mittelmaß!
 


ISBN-10: 9783442467013
ISBN-13: 978-3442467013
erschienen am 29.11.2006 (als gebundene Ausgabe)
erschienen am  01.04.2008 (als Taschenbuch)
349 Seiten
Goldmann Verlag

Freitag, 27. Mai 2011

Charlotte Lyne - Glencoe

Manchmal habe ich den Eindruck, dass die historischen Romane seit Ken Folletts „Die Säulen der Erde“ einen wahren Hype bei den Lesen erleben. Und je mehr es davon auf dem Markt gibt, umso kritischer betrachte ich. Nun gibt es verschiedene Aspekte, je nach Blickwinkel, die einen historischen Roman aus der Masse hervor heben können. Sei es die Story an sich, die den Leser mit einer gehörigen Portion an Spannung verwöhnt, sei es der verarbeitete Wahrheitsgehalt, der sich hinter der Story verbirgt. Manchmal ist es auch die Sprache, die der/die Autor(in) in seinem/ihrem Buch verwendet. 


Glencoe“ hat von allem etwas und ist deswegen ein guter Roman. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts tauchen wir in die schottischen Highlands ab. Dieses Hochland ist rau, die Winter sind kalt, die Sommer sind kurz. Dort leben die Clans, bis auf kriegerische Verbrüderungen, weitestehend jeder für sich. Es geht wie so oft um die englische Thronfolge. Auf der einen Seite Jamie Stuart, schottischer (Noch-)König, vom Clan der MacDonalds bedingungslos unterstützt. Zum anderen strebt Wilhelm von Oranien, mit der Tochter Marie Stuart verheiratet, ein Niederländer, den Thron an. Er wird vom Clan der Campbells gestützt. Mehr oder weniger historisch belegt reichen diese Tatsachen noch nicht aus, um den Buchwurm mitzureißen. Das aber der Sohn des Clanchefs der MacDonalds, Sandy Og, eine Tochter des verfeindeten Clanoberhauptes der Campbells, Sarah, heiratet und zu sich nimmt, gibt der ganzen Angelegenheit dann doch eine gewisse Würze. Sarah, weder anerkannt noch allgemeingültig für besonders attraktiv befunden, lebt in ihrer neuen Wahlheimat ein einsames und verspottetes Leben. Als dann der Erstgeborene auch noch verkrüppelt zur Welt kommt, scheint eine positive Entwicklung des gemeinsamen Lebens unmöglich.
 
Es sind die Charaktere, die Charlotte Lyne in ihrem Buch liebevoll zeichnet. Sandy Og, der von seiner Statur durchaus auch ein Draufgänger sein könnte, vermag den Leser durch sein Verhalten ein ums andere Mal die Frage stellen lassen, wann denn nun eine entsprechende und nachhaltige Reaktion erfolgt. Sarah, die bei aller Verzweiflung ihren Mann und ihren Sohn immer in den Vordergrund stellt, die Chiefs der beteiligten Clans, die geradezu verbittert an ihren Tugenden und ihren gegebenen Versprechen festhalten, koste es, was es wolle. Eine einsame Marie Stuart, die völlig andere Erwartungen als ihr Gatte hat. Die handelnden Personen in den Feldzügen, mit Siegen und Niederlagen, aber vor allen Dingen die Geschehnisse und Versäumnisse, die letztlich zum Massaker von Glencoe führen, heben dieses Buch sehr weit nach oben. Die Sprache der Schriftstellerin unterscheidet sich vom Üblichen, verlangt zwar etwas mehr Aufmerksamkeit, doch ist genau das der Unterschied zu vielen anderen historischen Romanen, der das berühmte Salz in der Suppe ausmacht.
 
Als Schwiegertochter eines Schotten hat die Autorin in der von ihr beschriebenen Gegend gelebt. Dies scheint der Garant dafür zu sein, dass ich von Beginn an beim Lesen der Zeilen einen klaren Blick auf das mir unbekannte schottische Hochland hatte. Eine schöne und spannende Atmosphäre in den Abendstunden bei einem guten Glas Rotwein!
 

ISBN-10: 3431038190
 ISBN-13: 978-3431038194
erschienen am 25. September 2010
640 Seiten
Lübbe Ehrenwith Verlag

Dienstag, 24. Mai 2011

ROSALIE / PURPLE SMOKE am 27. Mai entfällt!

Wegen des zur gleichen Zeit stattfindenden Schloßgrabenfestes wurde das gemeinsame Konzert PURPLE SMOKE/ROSALIE am kommenden Freitag, 27.05.2011, im Rind, Rüsselsheim, gecancelt und im Einvernehmen mit dem Veranstalter in den Herbst verlegt. Sobald der neue Termin fest steht, werden wir diesen bekannt geben. Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit oder können an der Vorverkaufsstelle gegen  Rückerstattung zurück gegeben werden.

Keep the memory alive!


Broken pipe: Rainer Barbi ist verstorben!

Am gestrigen Montag, den 23.05.2011, ist leider Rainer Barbi verstorben. Er wurde 62 Jahre alt.

Copyright: http://www.barbi-pipes.com/

Rainer Barbi war ein deutscher Pfeifenmacher, der nicht nur national, sondern wohl auch international großes Ansehen genoss.

R.I.P.

Dienstag, 17. Mai 2011

ROSALIE live in Usingen: Casa Blanca

Wir waren im Casa Blanca in Usingen. Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, wann so wenig Leute da waren. Da muss ich im Nachhinein schon drüber lachen. Wahrscheinlich wollten alle Lena beim European Song Contest sehen :-) Ist wahrscheinlich dem Alter der Rockfreaks angemessen.


Nun gut, abhaken. Ein paar geile und nette Rocker haben wir getroffen und den Event kurzerhand zur öffentlichen Probe umgestaltet. Und die Veranstalter waren auch sehr nett. Jetzt freuen wir uns auf Freitag, d. 27.05.. Dann spielen wir mit PURPLE SMOKE im Rind in Rüsselsheim. Die Musik von DEEP PURPLE und THIN LIZZY an einem Abend, beides exzellent gespielt.



Dienstag, 3. Mai 2011

ROSALIE live in Hajos Irish Pub in Rüdesheim/Rhein

Der ROSALIE-Gig bei Hajo war ganz okay. Es hätten ein paar Gäste mehr sein können, die Stimmung war allerdings sehr gut. Unglücklicherweise fand in den Nachmittagsstunden das Rhein-Main-Derby statt. Da waren ein Haufen  begeisterte, aber auch frustrierte Fußballfans unterwegs. Und durch die Fußballübertragung verzögerte sich der Aufbau enorm, hinzu kamen diverse technische Probleme. Irgendwie haben wir es dann doch hinbekommen. Drei begnadete Jungmusiker, die Band LIVE WIRE, haben uns supportet. Wirkliche Talente, die von ihren Eltern gefördert werden. Das ist auch gut so und da kann etwas beachtliches draus werden.


Im übrigen ist es eine Katastrophe, dass nach 22.00 Uhr keine Fähren mehr auf die andere Rheinseite fahren. Das ist weder ökologisch klug, noch passt so etwas in die heutige Zeit. Man kann glatt annehmen, da drüben liegt eine andere Welt. Es ist nicht zu glauben!

Freitag, 29. April 2011

Ruhe in Frieden!

Mein Onkel, zugleich Pate, ist am heutigen Tag im gesegneten Alter von 87 Jahren verstorben! Kommenden Mittwoch fahre ich nach Bielefeld.

Mittwoch, 27. April 2011

Ankündigung: ROSALIE in Rüdesheim a. Rhein

Echtes Aprilwetter: Sonne und Regen wechseln sich ab. Kommenden Samstagabend rocken ROSALIE in den Mai, und zwar in Hajos Irish Pub in Rüdesheim a. Rhein. Los geht es um 21.00 Uhr. Nixii hat sich ein neues DW bestellt, der Wahnsinnige :-)

Hier noch mal ein Schnappschuss von unserem Freund Steffen aus Miltenberg:



Sonntag, 17. April 2011

ROSALIE meets Steffen und meine erste MUD!

Momentan geht es von einem Termin zum anderen. Da bleibt kaum etwas übrig.

Am Samstag waren wir wieder in Miltenberg zu Gast. Steffen, der Rocker im Rollstuhl, war zufrieden mit uns. Ein unglaublicher Typ, den ein wirklich schweres Schicksal vor 16 Jahren ereilt und der sich bis heute durchgekämpft hat, damit er wieder Freude an der Musik und am Leben hat. Ein echter treuer Fan! Wer sich dafür interessiert, der liest seine Geschichte:


Desweiteren habe ich Murat getroffen. Ein ganz junger und talentierter Pfeifenmacher. Er hat mir auf meinen Wunsch hin eine Pfeife gebaut und ich bin begeistert.

Ansonsten viel Gartenarbeit, das Frühjahr ist derzeit der Hammer. Und es soll zu Ostern sommerlich warm werden. Ich werde wohl über die Feiertage die meiste Zeit jobmäßig gebunden sein. Zwischendrin viel KG, um diese Rückenprobleme besser in den Griff zu bekommen. Aber ich glaube, dass da ein guter Mann mit mir zusammen arbeitet, unter dessen Anleitung wesentliche Besserung in Sicht ist.

Dienstag, 5. April 2011

Back from Munich!

Back from Munich! Die Garage deLuxe ist ein guter Club mit einem tollen Sound. Es hat mir Spaß gemacht, dort mit der Band zu spielen. Ich habe Monika Baus getroffen, die ein paar schöne Bilder gemacht hat. Und ich habe die CENTRAL PARKER nun auch zum ersten Mal mit ihrer “neuen” Frontfrau live gesehen. Der Gesamtsound der Band hat sich verändert.

In München herrschte ein Traumwetter. Als wir in den Nachmittagsstunden die Isar überquerten, da waren die Auen voller Menschen und die Grills waren geschürt. Die ganze Großstadt schien auf Achse zu sein.

In der Nacht, nach unserem Gig, trafen wir uns dann im Adria in der Leopoldstraße.


Gestern wurden wir, ROSALIE, für den 23.07.11 in Moos b. Plattling als Latenight Special für die Arcobräu Classic Rock Night gebucht. Wir freuen uns natürlich, mit Manfred Mann’s Earth Band, TEN YEARS AFTER und SWEET die Bühnenbretter zu teilen.

Samstag, 19. März 2011

Neues Album von Manfred Mann's Earth Band!

Manfred Mann veröffentlicht im September ein neues Album. Die Scheibe wird “Rational Anthems” heißen. Darüber hinaus hat sich die Earth-Band von Peter Cox als Leadsänger wieder getrennt. Das Mikro übernimmt nun Robert Hart. 

Freitag, 11. März 2011

News und ROSALIE live in München...

JOURNEY werden Ende Mai/Anfang Juni ein neues Album mit dem Titel „Eclipse“ veröffentlichen. Die Scheibe wird bei uns über Frontiers Records vertrieben.

In Salt Lake City ist der ehemalige Bassist von ALICE IN CHAINS, Mike Starr, im Alter von nur 44 Jahren verstorben.

Rocktimes berichtet, dass AC/DC noch im Mai ihr neues Live-Album „Live at Riverplate“ veröffentlichen.

Der nächste ROSALIE-Gig findet am Samstag, 02.04. in der Garage deluxe in München statt. Dort spielen wir zusammen mit Münchens Prog.-Rock-Band Nr. 1, CENTRAL PARK. Wir freuen uns auf einen höchst energetischen Abend.



Über die sog. „Fassenacht“ herrschte bei uns ein Traumwetter. Kein Wölkchen am Himmel. Ich feiere da zwar nicht mit, aber ich habe bereits am 2. März die diesjährige Grillsaison eröffnet.



Sonntag, 27. Februar 2011

News aus der Musikszene!

WHITESNAKE veröffentlichen im kommenden Monat ihr neues Album. Das bereits zur Verfügung stehende Video mit dem Titel „Love will set you free“ bietet hoffentlich nicht das obere Ende der Scheibe. Das mag zwar rocken, aber ehrlich gesagt: Das Gequietsche der Klampfen geht mir auf die Nerven und das „Gepose“ kann ich auch nicht mehr leiden. Ich bin gespannt!

In den Stuttgarter Nachrichten hat Scott Gorham ein Interview gegeben und tatsächlich geäußert, dass nach vielen Jahren ein neuesTHIN LIZZY-Album möglich wäre. Im Laufe der Jahre sind viele neue Songs entstanden, die nur darauf warten, aufgenommen und veröffentlicht zu werden, so Scott Gorham. Ich möchte mich zu dieser Schnappsidee gar nicht äußern. In bin und bleibe der Auffassung, dass die besondere Geschichte dieser Band ein neues Album verbietet.

Gary Moore wurde am vergangenen Mittwoch, d. 23.02.11 in der Nähe von Brighton beerdigt. Die Entscheidung für Brighton, und nicht für den Geburtsort Belfast, hat angeblich die Familie getroffen, da Gary die letzten 15 Jahre dort gelebt hatte. Quelle: www.rocktimes.de


Am 10. Mai erscheint das neue Solo-Album von Warren Haynes in den USA. Es heißt „Man In Motion“.

Montag, 14. Februar 2011

ROSALIE live im Oberhaus in Alzey!

Vergangenes Wochenende der ROSALIE-Gig im Oberhaus in Alzey: Die Band war nicht besonders gut drauf, der Sound war schlecht. Die Resonanz war hingegen gut. Aber: Remembering Gary Moore! Das war uns am wichtigsten!!!! Ansonsten war es schön, Leute vom letzten Jahr wieder zu treffen. Und auch von weiter her kamen wieder einige wegen unseres Auftritts. Herzlichen Dank.



Dienstag, 8. Februar 2011

Tribute to Phil Lynott... genial!

Gary Moore and the original THIN LIZZY-Members are playing the best of.... in Dublin! A tribute to Phil Lynott!

 

Montag, 7. Februar 2011

Gary Moore nicht mehr da... unfassbar :-(

Das Gary Moore am gestrigen Tag von uns gegangen ist, will bei mir noch immer nicht so richtig ankommen. Als Phil Lynott verstarb, war er 36 Jahre alt und ich 19. Nun ist Gary Moore mit 58 Jahren (ich bin jetzt 44) von der Bildfläche verschwunden, der mein musikalisches Leben immer begleitet hat. Diese Art, die Gitarre zu spielen, einfach unglaublich gut. Dieser Sound war überwältigend. Und ich gehöre auch zu denen, die seine Stimme mochten.

Nach dem letzten Split von THIN LIZZY, als Scott Gorham bekannt gegeben hatte, dass ein neues Line-up folgen soll, hatte ich gehofft, dass Brian Downey am Schlagzeug wieder dabei sein würde. Vor allen Dingen hoffte ich aber auch auf eine Rückkehr von Gary Moore, der die LIZZY-Songs darüber hinaus auch noch sehr gut singen konnte.

In einem Interview mit dem Radio-Sender Planet Rock am heutigen Tag hat Brian Downey bekannt gegeben, dass es ein Tribute-Konzert für Gary Moore geben wird. Belfast kann jetzt auch eine Statur errichten.


Sonntag, 6. Februar 2011

Gary Moore ist tot :-(

Heartbroken and really sad today!!!
Just been informed that my long time hero Gary Moore has sadly died in Spain.
I was lonely I was sad.
Just thinking about the time we had

Blood of emerald

Gary Moore R.I.P (04.04.52/Belfast - 06.02.11/Estepona (Spanien))


Mittwoch, 2. Februar 2011

Rosalie am 12.02. im Alzeyer Oberhaus

Zurzeit herrscht da draußen ein Eisschrank und in der vergangenen Nacht hat es wieder geschneit.

Neue Gigs sind in Planung! Der Termin für die Phil Lynott.Memorial-Night 2012 steht.

Weiter geht es mit ROSALIE am Samstag, 12.02.2011 im Oberhaus in Alzey. Dort spielen wir zusammen mit der IRON MAIDEN-Coverband MR. THATCHER, ein Event, welches wir im vergangenen Jahr bereits an gleicher Stelle gespielt haben. Wir haben die Setlist umgestellt und ein paar neue Songs aufgenommen. Die Show wird ein bisschen härter.





Dienstag, 18. Januar 2011

Phil Lynott-Memorial Night ist gespielt

Am vergangenen Samstag spielten ROSALIE in der Musikkneipe Dudelsack in Bad Kreuznach die Phil Lynott-Memorial-Night aus Anlass des 25. Todestages. Es war ein geiler Abend. Die Hütte knackig voll, die Fans waren super drauf. Und auch die Band hatte einen guten Tag erwischt. Mit uns spielten THE VAGABONDS aus Bremen. Diese vier Musiker sind absolut gut drauf, richtig geil ist die Band dazu. Das war eine sehr gute Zusammenarbeit.

Freitag, 7. Januar 2011

Vorschau Memorial Night!

Gestern Morgen hatten wir hier ein Glatteis, welches sich gewaschen hatte. Das war auch ausreichend angekündigt worden. Deswegen ist es in zahlreichen Fällen unerklärlich, wenn so viel riskiert wird. Es gibt nun mal Tage, da geht nichts mehr ;-)

Es ist noch 1 Woche hin, bis wir in der Musikkneipe Dudelsack in Bad Kreuznach die Phil Lynott-Memorial-Night spielen. Und wir freuen uns auch auf die befreundete THIN LIZZY-Tribute-Band THE VAGABONDS aus Bremen. Hoffentlich macht uns gegen Ende der nächsten Woche nicht das Wetter wieder einen Strich durch die Richtung. Das wäre sehr schade. ROSALIE hat ein paar neue Songs im Gepäck und wir sind sehr gespannt, wie sie live ankommen werden.



Dienstag, 4. Januar 2011

Phil Lynott vor 25 Jahren gestorben!

Heute vor 25 Jahren verstarb Phil Lynott, Kopf und Gründer der großartigen Band THIN LIZZY.