Balvenie

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Dienstag, 28. Februar 2012

Broken pipe: Old Pipe Pops - R.I.P.

Die internationale Youtube-Pfeifenraucher-Community hat einen guten Freund verloren. "Old Pipe Pops" aus den USA ist am 28. Februar 2012 für immer gegangen. Und das genau ein Jahr, nach dem er der Community beigetreten war. Ein sehr sympatischer Mann mit tollen Geschichten, immer eine Churchwarden in der Hand. Ich weiß nicht, wie lange seine Videos noch online stehen bleiben. Hier ist er für die Erinnerung:


R.I.P. Brother of the briar...

Samstag, 25. Februar 2012

Cornell & Diehl - Haunted Bookshop

Den „Haunted Bookshop“ von Cornell & Diehl habe ich von einem amerikanischen Pfeifenfreund bekommen. Ich war sehr neugierig auf diesen Tabak, da er für eine Zeit lang in der US-Szene wieder hoch gehandelt wurde. Neugierig aber vor allen Dingen auch deswegen, weil er in seiner Zusammensetzung mal etwas ganz anderes für mich ist. 

 
Das ist eine naturnahe Mischung, ganz ohne Frage. Der „Haunted Bookshop“ basiert im Wesentlichen auf einem dunklen Burley.  Dieser ist recht kräftig, aber in jeder Hinsicht rund und sanft zum Gaumen. Er dürfte mit keinem Flavour versehen worden sein, und doch spürt man beim Ziehen an der Pfeife einen schokoladigen Geschmack. Um  die Mischung lieblicher zu gestalten, wurden gute und süße Virginias hinzugefügt. Um das Ganze abzurunden hat der Tabakmeister noch etwas Perique hinzu gefügt und so auch noch etwas Würze hinein gebracht. Das Ergebnis ist für mich sehr stimmig. 

 
Ohne Frage ist der „Haunted Bookshop“ ein Nischentabak. Er spricht sicherlich nicht die breite Masse an. Er ist aber vor allen Dingen eine Abwechslung für Freunde der naturnahen Richtung, die ansonsten gerne die reinen und süßlichen Virginias rauchen. Er ist NOCH mittelstark, ein Ribbon Cut, der in seiner Handhabung keinerlei Schwierigkeiten verursacht. Im Raum hinterlässt der „Haunted Bookshop“ deutliche Spuren. Ein Tabak, der die Geister in zwei Lager teilen kann. Die einen mögen "Haunted Bookshop" und schwören auf ihn, die anderen nehmen beharrlich Abstand. Ich mag ihn hin und wieder sehr gerne, wenn auch nicht ständig und zu jeder Zeit. Fans naturnaher Tabake sollten ihn bei Gelegenheit auf alle Fälle ausprobieren!

Samstag, 18. Februar 2012

McClelland - Blakeney's Best Tawny Flake

Ich bin eigentlich kein Freund von sog. „Broken Flakes“, diese Art des Schnittbildes ist für MICH im Grunde genommen so über, wie ein oberbayerischer Weiberkropf. Lehne ich einen "Broken Flake" ab, wäre dies jedoch fahrlässig und ich müsste insbesondere bei den US-Tabaken auf das eine oder andere Highlight verzichten. So auch bei der Serie „Blakeney's Best“ von McClelland, hier der „Tawny Flake“, ein waschechter und reiner Virginia. 


Als Unterschied fällt mir überraschend auf, dass die Dose nach dem Öffnen einen wesentlich dezenteren Essiggeruch als sonst üblich offenbart. Auch ist dieser Tabak nicht so feucht wie erwartet. Und genau das lädt zum sofortigen Stopfen der Pfeife ein. Ich nehme mir also ein paar kleine Flakescheibchen, verdrehe sie ein bisschen in- und miteinander und führe sie behutsam in den Kopf der Pfeife ein. Ich kann mir nicht helfen, aber insbesondere beim „Broken Flake“ sollte ich einen gesteigerten Wert auf die Zugprobe vor dem Anzünden legen.

 
Dann geht es los, und jawohl, wie zu erwarten ein milder bis mittelstarker Virginiagenuss, mit einer unaufgeregten Raumnote und gutmütigen Abbrand, wenn man denn bedächtig zieht und die Pfeife vor Hitze bewahrt. Nichts Neues in Sachen purer Virginia. Ich kann kein Flavour erkennen, naturbelassen, wie man so schön zu sagen pflegt. In manchen Momenten denke ich, dass Greg Pease‘ „Union Square“ seine Antwort auf den „Tawny Flake“ sein könnte, entdecke ich hier ein wenig Würze, wobei ich mir nicht zusammen reimen kann, woher diese stammt. So entsteht ab etwa der Hälfte des Rauchopfers ein süßlich-herber Geschmack.

Gerade zu Herbstbeginn kommt mir dieser Tabak zur rechten Zeit. Der „Tawny Flake“ reiht sich in einer Summe hochklassiger Virginias aus den USA ein, so mein Eindruck, nach dem sich der Tabak in weiß-graue Asche verwandelt hat. Hat man die Chance, zugreifen!

Samstag, 11. Februar 2012

Reiner - Long Golden Flake Blend N° 71

Das Auge raucht bekanntermaßen mit. So gesehen ist die edel aussehende goldene Dose von Reiner ein echter Hingucker. Das famose ist, dass der Inhalt, der sich präsentiert (anders kann man es gar nicht ausdrücken), genau da weiter macht. Yeah, was für ein langer, gepresster Tabakstrang. Hell – mittelbraun, absolut richtige Konsistenz. Und richtig: Nichts mehr als ein dezentes Schwarzbrotaroma. Das lässt auf Natürlichkeit und „Ehrlichkeit“ schließen.  

 
Wer in Sachen Handhabung Angst bekommt, dem kann nicht geholfen werden. Abreißen, knicken, falten und los geht es. Für € 20,50,-/100 g (Stand: August 2011) will man sich schließlich nicht ärgern. Dass Flake nicht gleich Flake ist, wissen wir. Dass Virginia nicht gleich Virginia ist, dürfte auch klar sein, sonst würde es zu langweilig werden. Soll mir ein Virginia-Tabak als sog. „Allday Smoke“ dienen, dann schwöre ich auf die mitgebrachte Natursüße. Je nach Herkunft der Tabake fällt die Süße unterschiedlich aus. Ich erinnere mich diesbezüglich gerne an die „Tullagremes“ aus dem Hause Magnus Falkum, die eher in absoluter Ruhe genossen werden und zu einem gutem Glas Weißwein passen. Insofern sind genau diese Tabake von MF nichts für den ganzen Tag (was die Qualität natürlich nicht schmälert). Und genauso empfinde ich den „Long Golden Flake Blend 71“ von Reiner. Eine absolute Spezialität für den Abend, für tagsüber mir persönlich eine Spur zu nüchtern. Aber das ist Geschmackssache, wie immer. 

 
Die Raucheigenschaften sind über jeden Zweifel erhaben. Super zu stopfen, hervorragend anzubrennen und bei gemächlichen Ziehen wird die Pfeife nicht heiß. Zwischendrin noch mal nachzünden ist zwar angesagt, aber auch vollkommen normal. Ein bisschen mehr Zeit als gewöhnlich sollte man sich nehmen, weil dieser Flake seine Stärken nur im gemütlichen Tempo entfalten kann. Ein kleineres Füllvolumen ist ausreichend, um so einen mittelstarken Spitzentabak in helle Asche zu verwandeln. Im Ergebnis: Eine wirkliche Spezialität, die man als Virginia-Freak geraucht haben MUSS, von der mir aber aus genannten Gründen 1 – 2 Dosen im Jahr reichen.