Balvenie

Balvenie

Montag, 25. Juni 2012

Ein paar Genuss-Test-Ballons!



Březňák, ein Pils aus Böhmen
Glenlivet, Signatory Vintage, 15 J
Magilligan, Irland, 5 J.

Sonntag, 24. Juni 2012

Mac Baren - HH Acadian Perique

Auch hier steht das „HH“ für Henrik Halberg, dem Chef von Mac Baren. Der „Acadian Perique“ macht irgendwie im Zuge einer für mich wahrnehmbaren „Perique-Welle“ auf sich aufmerksam. Scheint momentan im Trend zu liegen. In der 100 g-Runddose findet man einen Ready Rubbed, mittelbraune Virginia-Tabake, natürlich Perique, Cavendish, Orienttabake und Burley. Dazu gesellt sich eine klitzekleine Portion Dark Fired Kentucky. 

 
Der Duft lässt auf kein weiteres Aroma schließen, die Mischung riecht meines Erachtens weitestgehend unauffällig. Einzig die Orients duften nach etwas Würze, der Perique kann in einer sehr sensiblen Nase etwas kitzeln. Das Stopfen ist easy, nicht zu fest, bei so vielen verschiedenen Aromen sollte ein größerer Kopf zur Anwendung kommen. In Gang zu setzen ist kein Problem. 

 
Der Tabak macht auf Anhieb einen runden und stimmigen Eindruck. Die Virginias liefern eine gewisse Grundsüße, der Cavendish verteilt das natürliche Aroma gleichmäßig, der Burley ist kaum wahrnehmbar. Der Perique macht deutlich von sich reden und die Orienttabake sorgen für einen leicht ätherischen und öligen Geschmack. Das muss man natürlich mögen, sonst gibt es in diesem Fall keine Freundschaft zwischen Raucher und der Fa. Mac Baren.

Die zusätzlichen Kentuckys dürften die Mischung auf mittel-stark heben. Der Duft im Raum ist nicht überragend. Vornehmlich dürfte dies den Orients geschuldet sein. Was übrig bleibt ist mittelgraue Asche einer soliden Mischung. Qualitativ gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Die Zahl der Adressaten dürfte allerdings überschaubar sein und bleiben, zumal es in unseren Gefilden ja auch noch DTMs „Ascanian“ gibt, den ich eindeutig bevorzuge.

Mac Baren - Plumcake

Der „Plum Cake“ ist selbstverständlich ein Klassiker aus dem Hause Mac Baren. Eine Mischung bestehend aus Virginias, Burleys, Cavendish und.... mein Klugscheissermodus lässt mich felsenfest behaupten, dass auch eine Prise von Latakia verwendet wird. Das verrät mir auch der Duft aus dem geöffneten Pouch und noch mehr die ersten Züge nach dem Anzünden. (Steht im Übrigen auch auf der Verpackung :-) ) Aber zum Anfang:

Die verwendeten Tabake sind unterschiedlicher Schnittbreite (inkl. Flakestücke) und ohne Frage ist der „Plum Cake“ ein Aromat. Der Hersteller gibt Rum vor... nun ja, das mag so sein. Akzeptiert! Das Flavour ist deutlich, aber ich empfinde es nicht als zu übertrieben. Hängt wohl vom jeweiligen Gewürzprüfer im Gesicht ab, wie intensiv man es einordnet.  

 
Es empfiehlt sich ein größerer Pfeifenkopf, auf Grund der sehr unterschiedlichen Schnittbreiten sollte man beim Stopfen etwas Sorgfalt walten lassen. Nach dem Entzünden schmeckt der „Plum Cake“ süßlich und nach Aroma, allerdings schwingt zunächst auch Würze und dezente Rauchigkeit mit. Mit zunehmender Dauer übernimmt die Süße die Führungsrolle und irgendwann wird es mir persönlich zu süß, die Rauchigkeit ist verschwunden. Der berüchtigte „Pudding“, von dem so mancher spricht? Der einen klebrigen Eindruck im Mund hinterlässt?

 
Genau da scheiden sich vielleicht die Geister. Ich persönlich bevorzuge die Aromatisierung der „Mixture – Scottish Blend“ (gleiches Tabakbild ohne Latakia + anderes Flavour). Rauchen lässt sich der „Plum Cake“ an sich völlig problemlos. Es scheint eine Menge an Pfeifenrauchern zu geben, die diesen Tabak sehr gerne mögen. Zum Klassiker wird man nicht alle Tage.

Die Raumnote ist spürbar, sollte man individuell betrachten. Die zurück bleibende Asche des mittel-kräftigen Tabaks ist recht dunkel. Ich habe den „Plum Cake“ die letzten drei Tage mit Filter geraucht, für einen oFi-Gebrauch trifft er einfach zu wenig meinen persönlichen Geschmack. Allen Freunden dieses Klassikers sei er gegönnt.

Broken Pipe: Werner Bürmann verstorben!

Ich habe heute erfahren, dass der deutsche Pfeifenmacher Werner Bürmann am 22. Mai 2012 während eines Urlaubsaufenthaltes in Frankreich plötzlich und unerwartet verstorben ist. Er wurde 70 Jahre alt.

Copyright: http://www.pfeifenlaedchen.de/

Ich kannte Werner virtuell aus mehreren Pfeifenforen. Er war immer nett, zuvorkommend und sehr hilfsbereit. Er gab sehr viele Ratschläge. R.I.P.

Samstag, 23. Juni 2012

Peterson 505 (Estate)

Ich habe mir eine alte Peterson oFi aufgearbeitet. Ich hasse alte, vollkommen verschwefelte Ebonit-Mundstücke. Aber jetzt sieht die Pipe wieder recht prächtig aus.




Dann hat mir mein virtueller Pfeifenkumpel Tobias :-) noch mal dazu geraten, ein tschechisches Bier zu trinken. Zum "Budweiser" (= "Modebier" :-) )


Sonntag, 17. Juni 2012

Relaxing! Glenfiddich - 15 J - Solera

Budweiser aus Pilsen

Speyside, 40 %, mit Farbstoff

Ein Pfeifenfreund hat es sich bei strahlendem Wetter, auf dem Balkon gut gehen lassen. Er hat eine schöne Momentaufnahme gefertigt. Die drei Nonnen mit einem Köstritzer Schwarzbier in einer Savinelli.

 Copyright: Peter H., Düsseldorf

Donnerstag, 14. Juni 2012

Relaxing!

Ich darf in Zusammenhang mit diesem herrlichen Bier daran erinnern, dass schon der Sodatenkönig Friedrich Wilhelm I. Duckstein bei Treffen in seinem Tabakkollegium gerne getrunken hat. Das war in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ursprünglich stammt dieses Bier aus Königslutter im Osten von Niedersachsen, Lkrs. Helmstedt. Heute wird das Bier von der Holsten-Brauerei AG, Hamburg-Altona, heraus gegeben. Aber es ist durchaus sehr lecker. Obergärig und süffig, allerdings nicht ganz billig!


Mittwoch, 13. Juni 2012

Roman Peter - Fox Cake

Mit dem Perique ist es bei mir immer so eine Sache. Dieser Tabak ist in der Lage, bei mir höchste Genüsse hervorzurufen, bei falscher Dosierung kann er mir allerdings auch jeden Spaß verderben. Der „Fox Cake“ von Roman Peter aus Affoltern (Schweiz) besteht aus Virginias, die angeblich aus Indien und Malawi stammen. Dazu gibt es eine Prise Perique. Für einen sog. „VAper-Enthusiasten“ also ein unbedingtes Muss, den Tabak einmal auszuprobieren. 

 
Öffnet man den typischen Roman Peter-Beutel, dann findet man ein überwiegend gerissenes Blattgut in unterschiedlicher Länge, dazwischen liegen kleine Curlys und Flakestückchen. Der Geruch wirkt natürlich und süßlich, im Hintergrund schwebt eine dezente Würzigkeit mit. Ich habe mir zunächst unmittelbar nach dem Öffnen eine Pfeife gestopft, musste allerdings feststellen, dass die Mischung sehr feucht ist und das Rauchen so keinen Spaß macht. Ich habe den Tabak für weit über 24 Stunden an die Luft gelegt, erst dann war er bei mir wirklich richtig konditioniert. Jetzt funzt er wunderbar! 

 
Schon beim Anzünden merkt man, dass der „Fox Cake“ durchaus etwas Power hat. Das ist kein laues Lüftchen, was sich einem offenbart. Ein größerer Pfeifenkopf sollte es meines Erachtens sein, damit sich der Tabak besser entfalten und seine geschmacklichen Stärken ausspielen kann. Eine Süße umschmeichelt Zunge und Gaumen, der Perique ruft ein Kribbeln hervor. Diese Dreingabe macht den Tabak spritzig. Aber Vorsicht: Langsam rauchen, denn sonst quittiert der „Fox Cake“ seinen Dienst. Er kann im Geschmack unangenehm werden, wo hingegen er beim gemütlichen qualmen ein Hochgenuss ist.

Im Pfeifenkopf verbleibt mittel- bis dunkelgraue Asche, Kondensatbildung ist zwar vorhanden, überschreitet aber den üblichen Rahmen nicht. Raumduft? Wie das eben so ist, wenn man naturnahe Tabake raucht, weder gut noch schlecht! Im letzten Drittel dominiert der Perique, dann wird der Tabak auch etwas stärker. Der „Fox Cake“ ist ein spezieller Vertreter von hoher Qualität, aber er will auch mit Genuss gehandhabt werden. Soll heißen: Nehme Dir ausreichend Zeit, dann hast du einen guten Tabak.

Dienstag, 12. Juni 2012

Relaxing!

Leif Eriksson war ein skandinavischer Forscher und Gouverneur von Grönland. Mit dieser schmuckvollen Dose "110 Jahre Faxe Premium" wirft die Brauerei die Frage auf, ob Eriksson vielleicht der erste Europäer war, der Nordamerika entdeckt hat ;-)



Samstag, 9. Juni 2012

Roman Peter - Wellington

Der „Wellington“ von Roman Peter besteht aus goldenem Virginia, Black Cavendish und etwas Burley. Ein Aromat, welcher mit einem Flavour von Vanille und Hickorynüssen angepriesen wird. Es dürfte nicht das größte Geheimnis eines Tabakblenders sein, dass man gerade in Hinblick auf ein Nussflavour die Dreingabe von Burley-Tabaken in Betracht zieht. Der Black Cavendish hingegen wird der künstliche Aromaträger sein. 

 
Öffnet man den Beutel sieht man im wesentlichen gerissenes Blattgut und ein angenehmer Duft tritt einem entgegen. Schnell wird klar, dass hier das Aroma mit Hirn und Verstand eingesetzt wurde. Es erschlägt einen nicht, sondern schon die Geruchsprobe lässt eine sich gegenseitig ergänzende Mixture erkennen. Ein bisschen echter Tabak, süßlich, und ein sanftes nussiges, auch an Schokolade erinnerndes Flavour. 

 
Ein größerer Kopf dürfte dem Genuss entgegen kommen, nicht zu fest stopfen, dann ist der „Wellington“ leicht in Gang zu setzen. Geradezu betörend schmiegt sich das Aroma an den Gaumen. Doch Vorsicht: Die Pfeife kann schnell heiß werden, wenn man zu schnell und kräftig zieht. In der zweiten Hälfte sollte man dies noch mehr beherzigen, weil der „Wellington“ auch etwas bissig werden kann.

Aber ansonsten steht einem richtig schönen Rauchgenuss nichts im Weg, vorausgesetzt man mag dieses Aroma. Mir gefällt es außer ordentlich gut, gerade weil diese Mischung nicht mit Aroma überladen ist. Die Raumnote ist im Übrigen eher angenehm, recht würzig und wohl duftend. Zurück bleibt mittelgraue Asche von einem leichten Tabak, den ich insbesondere am Morgen oder auch in den Nachmittagsstunden zu einer Tasse Kaffee gerne rauche.

Freitag, 8. Juni 2012

Relaxing!

Ich will nicht unken, aber ich glaube, dass das Altenmünster schon wesentlich besser geschmeckt hat. Irgend etwas ist anders als früher! :-(



Donnerstag, 7. Juni 2012

DTM - Hamborger Veermaster

"Blow, boys, blow!...

Ein echter, klassisch englischer Virginia-Flake, wie ihn die Sailors auf den Windjammern liebten: Geschmack von echtem Tabak, nicht gar zu flau und dennoch "seut un' sacht" (süß und sanft).“ ...

...so der Hersteller Dan Tobacco im Rahmen seiner Werbung für diesen „Hamburger Pfeifentabak“. Die Aufmachung dieser Dose, bis auf der abgebildete Windjammer, wird in meinen Augen schlicht und recht einfach gehalten und lässt rein äußerlich nicht vermuten, welches großes Kaliber sich in ihr befindet. Ein naturnaher Virginia aller erster Güte, so viel sei vorweg genommen. 


Schon der Geruch der quadratisch geschnittenen hellen - mittelbraunen Flakescheiben lässt einen Virginia- Freund frohlocken. Heu und Wiese, wie man es erwartet. Der Tabak ist super konditioniert, er befindet sich in seiner Verpackung absolut rauchfertig. Wenn ich mich recht erinnere, hat die Firma Dan Pipe aus Kostengründen darauf verzichtet, ihre Flakes in den schönen rechteckigen Dosen auszuliefern. Ich nehme an, dass die runde Verpackung dazu führt, den Flake genau so zu zuschneiden. Spielt aber auch keine weitere Rolle. 

 
Knick und Falt“, los geht es! Die Portion ist erstklassig zu entzünden und versprüht von Beginn an positiven Esprit. Süß und sanft, mittelstark, durchaus auch etwas spritzig. Mehrere verschiedene Spitzen offenbaren am Gaumen puren Virginia-Spaß. Gemütlich glimmend wird die Pfeife zum Hochgenuss. Bitte nicht zu schnell und heftig ziehen, sonst gehen wichtige Nuancen verloren. Zurück bleibt trockene mittelgraue Asche, das Kondensat hat Sendepause. Die Raumnote ist virginia-typisch so lala, aber was juckt das den Freak? „Hamborger Veermaster“: Kaufempfehlung!!!

Mittwoch, 6. Juni 2012

G.L. Pease - Jack Knife Plug

Gesucht wird etwas mit Bumms und gutem Geschmack!!! Man, was war ich gespannt, voller Vorfreude. Ich bin Virginia-Liebhaber durch und durch und ein Plug-Fan dazu. Von den Amis sowieso. Aus der Tabakschmiede G.L. Pease steht er nun vor mir, der „JackKnife Plug“, vor ca. zwei Jahren neu auf den Markt gebracht.

Schnell die Dose aufgerissen und in meiner geistigen Umnachtung schwebt ein Heugeruch um mich herum. So, wie ich es oftmals gerade von den US-Virginias gewohnt bin. Jetzt kommt es: Dieser Tabakblock, schön und fest gepresst, riecht einfach nur erdig und macht einen martialischen Eindruck auf mich. Tabakgeruch, aber Respekt einflößend.


Ich schneide wie üblich zwei Scheiben sauber runter und zerlege diese in kleine Cubecuts. Diese lasse ich langsam in eine Pfeife mit kleinerem Kopf und ohne Filterbohrung hinein rieseln. Dezent an gedrückt entzündet sich der „JackKnife Plug“ ohne Probleme. Und jetzt geht das Spektakel mit stetig steigender Intensität los. Normalerweise steuert der Raucher das Geschehen und kann sich bei richtiger Behandlung die Vorzüge des Rauchkrautes ergattern. Hier läuft es genau anders herum. Dieser Plug bestimmt die Marschrichtung, erdig und unglaublich stark. Das sind die Kentuckys, ganz sicher. Ein Bumms, dass die Schwarte kracht. Nix süffig und schmeichelnd, sondern mächtig und ordentlich Volumen. Nur wer ganz langsam zieht, hat überhaupt eine Chance!

Nach etwa der Hälfte bin ich restlos satt. Dieser Bursche schafft mich. Er zerlegt mich in Einzelteile, die mich zweifeln lassen, ob ich von nun an uneingeschränkt jeder Darbietung von Virginia folgen möchte. Das ist ein Nischentabak, der sicherlich seine ganz speziellen Freunde finden wird. Ich mag die süßen natürlichen Aromen eines Virginias, aber die behält dieser Kamerad für sich. Nicht mein Ding, obwohl ich keinen Zweifel an der Qualität der verwendeten Tabake hege.

Hier sollte meines Erachtens derjenige zuschlagen, der es wirklich ehrlich, erdig und kräftig meint. Das ist ein echter Männertabak, den man nicht unterschätzen sollte. Die Raumnote? Spielt das noch eine Rolle? Genau so erdig und kräftig! Mein lieber Schwan...

Montag, 4. Juni 2012

Mac Baren - HH Mature Virginia

Ein ums andere Mal schlagen einem aus einer frisch geöffneten Tabakdose heftigste Aromen entgegen und ein weiteres Mal erinnert man sich, solch einen Duft schon so oder so ähnlich wahrgenommen zu haben. Das ist bei Mac Barens „HH Mature Virginia“, dessen Rezeptur angeblich aus dem Jahr 1890 stammen soll, zur Gänze anders. Das geht in Richtung Oliven oder Räucherwaren. Sehr ungewöhnlich, wie ich finde. HH steht wohl für Henrik Halberg, dem heutigen Chef des Unternehmens. 

 
Die überwiegend hellen und dunklen Virginia-Tabake kleben ready rubbed in der Dose und sind sehr feucht. Neben den Virginias wurde die Mischung mit ein bisschen Cavendish, Orienttabaken und Burley ergänzt, so die Herstellerseite. 22 verschiedene Tabake kommen zur Verwendung, 15 davon sind Virginia-Tabake. Wenn Mac Baren dort allerdings zusätzlich behauptet, dass der „HH Mature Virginia“ nicht aromatisiert wurde, so fehlt mir diesbezüglich der Glaube. 

 
Aufgrund seiner Feuchte habe ich mir sehr schnell angewöhnt, die fällige Portion vor dem Rauchen für ca. 45 Minuten auf einem Blatt Papier auszubreiten und trocknen zu lassen. Danach lässt sich der Tabak hervorragend stopfen und auch anzünden. Schon nach den ersten Zügen spüre ich ein Aroma, welches ich ansonsten so nicht kenne. Ich nehme an, dass sich genau an diesem die Geister scheiden werden. Mag man oder mag man nicht!

Ich empfinde den „HH Mature Virginia“ als recht vollmundig, der Abbrand erfolgt vollkommen problemlos. Virginia-untypisch wird der Tabak auch bei hastigem Ziehen nicht all zu schnell heiß, aber etwas streng im Geschmack. Ansonsten ist die Mischung recht süß, ohne aufdringlich zu sein. Etwas mehr Natürlichkeit breitet sich im letzten Drittel der Füllung aus. Übrig bleibt dunkelgraue Asche von einem leichten, aller höchstens mittelkräftigen Tabak.

Samstag, 2. Juni 2012

DTM - The Mellow Mallard

Tja, was soll man zu diesem Tabak sagen? Einfach , bieder und dafür günstig? Oder ein Spitzentabak zu einem relativ günstigen Preis? Dass Dan Tobacco möglichst hochwertige Grundtabake einkauft und in ihren Mischungen verwendet, glaube ich gerne. Irgendwie sieht man das betreits, wenn man in die geöffnete Dose hinein schaut. Kein einziger Strunk, ein Ready Rubbed, der einen vermeintlichen Virginia-Tabakfan frohlocken lässt. Sehr lecker! 

 
Der Tabak aus Zambia (so steht es in der Werbung) ist hell – dezent dunkel und versprüht keinerlei Aroma in die Nase. Allenfalls ein Duft von Heu und Wiese, mehr nicht. Der „Mellow Mallard“ ist zudem äußerst leicht in seiner Handhabung. Das Stopfen der Pfeife geht leicht von der Hand. Für die bessere spätere Entfaltung des Geschmacks sei angemerkt, dass ich für diesen Tabak einen etwas größeren Pfeifenkopf bevorzuge. 

 
Fürs Anzünden benötigt man selten mehr als 1 – 2 Zündhölzer und schon glimmt die „Sanfte Ente“ gleichmäßig vor sich hin. Ob der Tabak auch gemütlich hinunter glimmt liegt dann wirklich am Raucher selbst. Die Ente mag es besonders sanft. Sei du sanft zu ihr, so ist sie es auch zu dir. Denn das Besondere am „Mellow Mallard“ ist, dass dieser Virgina bei unsachgemäßer Behandlung äußerst belanglos und somit unspektakulär sein kann. Geht man aber sachte an die Geschichte ran, dann offenbaren sich einige versteckte Nuancen mit bleibendem Eindruck. In der zweiten Hälfte kann der Gaumen sogar leichten Caramel-Geschmack feststellen, so tiefgründig kann es mit der „Sanften Ente“ zu gehen.

Dieser Tabak schmeckt durch, hat eine kaum feststellbare Raumnote und ist mittelstark. Momentan sind 100 g für € 15,- zu bekommen. Das bedeutet mächtig viel Tabak für relativ wenig Geld, um wieder zum Anfang dieser Beschreibung zurück zu kehren. Ein Virginia ohne Aromazusätze, dem man insgesamt in der Szene mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. Sehr empfehlenswert!