Balvenie

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Mittwoch, 7. August 2013

Träber - Virginia Flake

Von Tabak Träber aus Münster habe ich den „Virginia Flake“ aus dem Hause Kohlhase & Kopp. Ohne es näher prüfen zu können, unterstelle ich jetzt ganz einfach, dass dieser Tabak unter anderem Namen auch woanders als sog. Hausmischung erhältlich ist. Es handelt sich um einen ca. 2,5 cm breiten, mittelbraunen Tabakstrang. Der Geruch ist heuig, würzig und leicht süß.

 
Ich reiße und zupfe mir ganz einfach die gefällige Portion vom Strang, knicke, falte und zwirbele das Paket dann noch etwas auf, so dass der Tabak nach unten etwas aufgelockert ist. Nach dem Anzünden wirkt der Flake sanft, rund und vollkommen, allerdings auch etwas unaufgeregt. Merkbare Süße und Würze wechseln sich ab, stehen mittendrin aber auch absolut im Einklang. Geschmacklich wirkt dieser Flake sehr solide, durchaus dazu tauglich, mehrmals am Tag geraucht zu werden. Der Tabak ist mittelstark und bleibt geschmacklich bis zum Ende auf einem guten Niveau. Zurück bleibt dann mittelgraue Asche.

Sicherlich ein Flake, wie man ihn oft findet, grundsolide, ehrlich und naturnah. Die „Virginia Mixture“ aus gleichem Hause fand ich allerdings bemerkenswerter, weil sie im Gegensatz zum „Virginia Flake“ mit einem ganz eigenen Charakter aufwartet.

Sonntag, 4. August 2013

Schilde - Virginia #18

Der „Virginia #18“ ist bei Pfeifen Schilde in Essen bei den englischen Mischungen gelistet. Ein Virginia mit einem Hauch Latakia und einem dezentem Mandel-Aroma. Man muss seine Runkel schon ganz schön tief über den Tabak beugen, um sowohl Latakia als auch eine Aromatisierung zu erschnuppern. Vielmehr riecht die Mischung dezent nach Brot, nach etwas anderem eigentlich nicht. 

 
Der Anblick wird von hellerem, gerissenem Virginia geprägt, hinzu kommen ein paar dunkle Latakia-Tabake. In der Handhabung ist der „#18“ vollkommen einfach, „easy going“ beim Stopfen und auch beim Anzünden. Etwas enttäuschend ist dann das Raucherlebnis. Der Tabak schmeckt zwar dezent fein-herb, wirkt aber irgendwie nur oberflächlich, ohne jegliche Charaktereigenschaften. Das Mandelaroma ist, zumindest mit Filter, gar nicht feststellbar, der Latakia macht nur sehr schüchtern auf sich aufmerksam. 

 
Von der Stärke her macht die Mischung einen etwas schwachbrüstigen Eindruck, im Raum verteilt sich mehr oder weniger nur Qualm. Die zurückbleibende Asche ist mittelgrau, die Entstehung von Kondensat ist nicht besonders auffällig. Tja, für wen eignet sich jetzt Schildes „#18“? Die Jungs und Mädels, die einen Charakterkopf von Virginia suchen, sollten wirklich dran vorbei gehen. Zu wenig Ausdrucksstärke. Den Fans der englischen Latakia-Richtung kann der Tabak nur ein müdes Lächeln entlocken. Und was ist mit denen, die vor dem Latakia an sich zurück schrecken und sich der typisch englischen Richtung trotzdem annähern wollen? Wir erinnern uns: Der Tabak soll ein dezentes Mandelaroma besitzen. Spätestens wenn sie z.B. Sillems „Black“ als fruchtig aromatisierten Engländer geschmaucht haben, wissen auch sie, dass mit der „#18“ einfach zu wenig los ist.

Samstag, 3. August 2013

Rattray's - Brown Clunee

Es gibt von Ratthray eine Reihe von Virginias, auch zuweilen mit dem Zusatz von Perique, die mir ans Herz gewachsen und eigentlich immer in meinem Tabakbestand zu finden ist. Neben „Marlin Flake“, „Hal O’The Wind“ und „Old Gowrie“ habe ich eine besondere Leidenschaft für den „Brown Clunee“ entwickelt. Der Duft von Schwarzbrot, Pumpernickel macht sich nach dem Öffnen der typisch gelben Dose (hier und heute allerdings aus der 6 x 25 g Sampler Box aus Holz) breit. Zumeist macht der „Brown Clunee“ einen etwas zu feuchten Eindruck, dennoch lässt sich der dunkle, ready-rubbed Virginia nach dem Stopfen hervorragend entzünden. 

 
Ich empfinde den „Brown Clunee“ als sehr angenehm und sanft, süß und süffig. Er macht auf mi ehrlichen, mittelstarken Eindruck, hin und wieder etwas würzig. Er vermittelt ein schönes und echtes Tabakgefühl, fein-süß bis fein-herb. Er raucht sich problemlos runter, etwas Geduld und Muße sind bei einem Virginia obligatorisch angesagt. 

 
Übrig bleibt mittelgraue Asche mit einem Duft im Raum, der eben virginia-typisch ist. Ein echter, qualitativ hochwertiger Engländer ohne Latakia. Klare Empfehlung!