Balvenie

Balvenie

That's me

Liebe(r) Leser(innen), ich bin Jogi. Ich bin inzwischen 46 Jahre alt und ich lebe in der Nähe von Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Auf der einen Seite vollkommen durchgeknallt (so beschreiben mich zumindest einige Menschen), auf der anderen Seite aber irgendwie doch konservativ. Geht diese Kombination überhaupt? Man sieht, es kann klappen ;-)

Im Jahr 1990 bin ich in meiner Eigenschaft als Polizeibeamter in München nur ganz knapp meinem Tod entkommen, 10 Jahre später hatte ich bei einem schweren Verkehrsunfall nochmals ganz viel Glück. Es ist eigentlich ein Wunder, dass ich heute so unbeschwert, eigentlich ohne jegliche körperliche Behinderung, durchs Leben gehen kann. Ein paar Spätfolgen meine ich ganz gut im Griff zu haben, auch wenn es nicht immer leicht ist.

Jedenfalls haben diese zwei Ereignisse dazu geführt, mir im Laufe der Zeit ein paar Gedanken darüber zu machen, was im Leben denn nun wirklich bedeutsam ist und was nicht. Deswegen ist es für mich unheimlich wichtig, neben dem Job meinem richtigen Leben genügend und ausreichend Platz zu geben. Das bedeutet, dass ich den Dingen, die ich liebe, die mich zufrieden stellen, die mir persönlich ganz viel bedeuten, genügend Spielraum gebe. Ich habe gelernt, das Leben zu genießen - natürlich alles in Maßen.


Wenn man etwas älter wird, dann lernt man sich zu gedulden und ein paar Ideen erst genügend durchzudenken. Aber dann... es gibt kaum etwas, was man nicht umsetzen kann, wenn man es denn wirklich will. Deswegen lege ich außerordentlichen Wert darauf, dass es nicht zu viele Menschen gibt, die mir vorschreiben, was ich zu tun habe und was nicht. Viele Spielregeln in unserer Gesellschaft gurken mich an,  sie nerven mich, und ich nehme mir, für mich persönlich, zeitweise die Freiheit, diesen Regeln nicht mehr zu folgen.

In diesem kleinen Blog geht es allerdings nicht tiefgründig zu. Es ist eine Art Tagebuch über das, was mir im Laufe der Zeit Spaß macht. Dinge, an denen ich mich erfreuen kann und hin und wieder, aber selten, muss ich ganz einfach ein Statement über Erlebnisse abgeben, die mir besonders auffallen, auch mißfallen.

Ich bin ein leidenschaftlicher Pfeifenraucher. Ich liebe den Pfeifentabak, bin allerdings kein Pfeifensammler. Auch wenn ich über 150 Pfeifen besitze, so bin ich keiner, der nach dem größten Grainwunder lechzt. Beim Tabak verhält es sich etwas anders. Da ist mir fast kein Euro zu schade und jede Mühe wert, um an guten "Stoff" zu kommen. Viele Pfeifenraucher verkennen das in meinen Augen und machen da einen Fehler. Es ist wie Mercedes oder Porsche fahren, und dann aber kein Geld für Benzin haben. Eine vernünftige Pfeife ja, ohne Frage, aber noch viel wichtiger ist der Tabak, der darin glimmt. Nur so ist richtiger Genuss möglich!

Seit geraumer Zeit habe ich gemerkt, dass ich zu einem guten Buch und einer leckeren Pfeife auch einen akzeptablen Dram mag. Eigentlich waren es ein paar Pfeifenfreunde auf Youtube, die mich auf  die Vorzüge eines guten Single Malt-Whiskys gebracht haben. Den letzten Kick gab mir einer unserer Leadgitarristen aus meiner Band, der schon lange ein Whiskyfan ist und mit dem ich durch Zufall in ein Fachgeschäft und einem damit verbundenen Tasting geraten bin. Sei es drum... jetzt  liebe ich Whisky!

Von klein auf bin ich der Rockmusik verfallen. Meine erste Rockband, die ich geliebt habe, waren THE SWEET, damals noch in den Charts und am Wochenende bei Ilja Richter im Fernsehen. Später entwickelte sich eine Leidenschaft für Bands wie DEEP PURPLE, THIN LIZZY, LED ZEPPELIN etc., danach kam der NWOBH mit Bands wie IRON MAIDEN, SAXON etc. Heute sind es Musiker wie GLENN HUGHES und  andere, die mich begeistern. Wirklich geblieben ist in meinem Herzen die Musik von THIN LIZZY. Diese Double-Leadgitarren sind für mich unübertroffen, die Stimme und die Melodien von PHIL LYNOTT faszinieren mich nach so vielen Jahren noch immer.

Zwei Sachen sind aus meiner Leidenschaft zur Musik entstanden:

Für ein paar Jahre habe ich mich berufen gefühlt, für Online-Rock-Magazine Plattenreviews zu schreiben. Ohne Zweifel habe ich durch diese Tätigkeit zahlreiche Rockfreaks, aber auch viele Künstler, Veranstalter und Promoter persönlich kennen gelernt. An sich eine super Sache, aber irgend wann bekam ich einen "Overflow" an Musik. Soll heißen: Es kamen so schnell neue Scheiben ins Haus, die es zu besprechen galt, so dass ich die Musik gar nicht mehr genießen konnte. Ich hatte schlicht keine Zeit mehr, die Musik, die mir wirklich gefiel, in Ruhe zu hören und somit zu genießen. Nach dem ich bei zwei Magazinen angeheuert hatte, schmiss ich die Sache dann hin.

Nachlesen kann man meine CD- und DVD-Besprechungen noch hier:


Die andere Geschichte ist meine Leidenschaft für die Bassgitarre, die ich bereits im Alter von 12 Jahren erfuhr. In meiner Jugend gab es in meinem Umfeld zu viele Gitarristen, aber zu wenige Bassisten. Ich übte und übte und übte. Und dann spielte ich bei einer in der Region angesagten Progressive-Rock-Band vor und erhielt den Job, als Jüngster in der Band. So erfuhr ich viel Praxis und viel Bühnenerfahrung. Während der vielen Jahre im Job, im anschließenden Studium etc., geriet dieses Hobby leider etwas in den Hintergrund. Vor ein paar Jahren entschied ich mich, die Bassgitarre wieder in die Hand zu nehmen und ein paar Leute für gemeinsame Sessions zu suchen. Und ich habe sie gefunden. Heute spiele ich mit hervorrragenden Szenemusikern in einer THIN LIZZY-Tribute Band. Wir spielen deutschlandweit, gemeinsame Gigs mit ERIC BURDON, MANFRED MANN'S EARTH BAND, THE SWEET, TEN YEARS AFTER, ROB TOGNONI usw. lassen meinen Rockimpuls immer wieder hoch schnellen. Mehr Infos zu meiner Band findet Ihr hier:




Zuletzt: Ich finde leider zu wenig Zeit, aber ich lese viel und wann immer es geht. Ich stöbere natürlich täglich durch fast alle wichtigen Printmedien in Sachen Politik, aber Bücher sind für mich ein ganz besonderes Gut. Ich habe da keine besonderen Vorlieben, der Inhalt soll mir etwas geben, er soll mich unterhalten und zum Denken anregen. Das reicht vollkommen. Ich wünsche mir, dass ich zukünftig weitaus mehr  Zeit zum Lesen finde.

Viel Spaß beim Durchstöbern meines kleinen Blogs, einer Art Tagebuch über Dinge, die mich beschäftigen und mir in den aller meisten Fällen Freude bereiten!


Jogi (im Oktober 2012)